Als Schriftstellerin faszinieren mich Worte.
Das ist schon seit meiner Kindheit so.
Wenn die Nachbarskinder in den Sommerferien in Italien waren, saß ich auf dem Kirschbaum in unserem Garten und las Bücher.
Vor 15 Jahren wurde ich dann selbst Autorin.
Ich studierte Creative Writing und hatte meine Berufung gefunden.
Mit Worten gelang es mir auch, meine eigenen biografischen Brüche zu benennen und zu heilen.
Vor sieben Jahren starb mein Vater. Er war Theologe und somit war eine christliche Bestattung vorgegeben. Mein Bedürfnis war es, ihm mit meinen Worten zu danken und mich individuell und ganz persönlich von ihm zu verabschieden. Die Pfarrerin machte es möglich und das war der Beginn meiner Trauerreden.
Zwei Jahre später starb meine Mutter und auch sie durfte ich mit meinen persönlichen Worten verabschieden. Ein Abschied, der Hand in Hand mit Vergebung einherging.
Schließlich besuchte ich ein Seminar bei der Trauerredner Akademie in Frankfurt a.M.
Nun stelle ich meine Erfahrung Menschen zur Verfügung, die einen schmerzlichen Verlust erlitten haben.
Denn ich weiß, was Abschiednehmen bedeutet.
Ich möchte mit Ihnen, den Hinterbliebenen, eine Brücke bauen.
Eine Brücke aus Liebe, die das Land der Lebenden mit dem Land der Toten verbindet.